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Baum pflanzen: Anleitung

Schattenspender, Unterschlupf für Tiere und die „Grüne Lunge“ unseres Planeten: So pflanzen Sie Bäume richtig.

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Übersicht: Baum pflanzen 

  • In der Anleitung erfahren Sie, wie Sie den Boden und den Baum auf die Pflanzung vorbereiten und richtig einsetzen.

  • Bäume produzieren Sauerstoff und reinigen die Luft von Schadstoffen. Sie sind ein wichtiger Lebensraum und Nahrungslieferant für viele Lebewesen und schützen den Boden vor Austrocknung.

  • Baumschulen verkaufen drei Arten von Bäumen: Containerware, ballierte sowie wurzelnackte Bäume.

  • Bei der Standortauswahl sind die Bodenqualität, die Baumgröße und Kronendurchmesser entscheidend. Auch der notwendige Abstand zur Grundstücksgrenze ist einzuhalten.

  • Nach dem Pflanzen ist es wichtig, den Baum reichlich zu wässern und zu mulchen.

Im Garten können Sie einen Baum pflanzen, der zur Bodenqualität sowie der Größe Ihres Gartens passt. Für kalkigen Boden eignen sich Sommerflieder und Goldregen. An einem trockenen Standort fühlen sich Hängebirken und Spitzahorn wohl. Zierapfel oder Winterlinde kommen mit einem Lehmboden gut zurecht. In einem großen Garten lässt sich eine Kirsche, Kastanie oder Buche gut pflanzen. In einem kleinen Garten hingegen sehen die Kugelakazie, Säulen-Zierkirsche und Hochstämmchen harmonischer aus. Für Ihren Vorgarten eignen sich vor allem schnellwachsende Bäume.

Man pflanzt einen Baum, indem man am passenden Standort ein Pflanzloch ausgräbt, den Baum mittig einsetzt und die Pflanzgrube wieder zuschüttet. Frisch gepflanzte Bäume sind außerdem auf Stützen angewiesen, die ihnen Halt bieten. Anschließend wird die bepflanzte Fläche reichlich gewässert und gemulcht.

Das Pflanzloch für einen Baum soll etwa doppelt so breit und etwas tiefer als seine Wurzeln sein. So hat der Baum ausreichend Platz, um starkes Wurzelwerk zu bilden.

Bäume kann man im Frühling oder Herbst pflanzen. Die Temperaturen sind dann weder zu kalt noch zu heiß. Die beste Zeit ist jedoch im Herbst, zwischen Ende September und Anfang Oktober: Dann haben die sommergrünen Bäume ihr Laub verloren und verdunsten nicht mehr so viel Wasser, was das Anwachsen begünstigt.

Warum es wichtig ist, Bäume zu pflanzen

Neben ihrer dekorativen Funktion sind Bäume ein wichtiger Baustein unseres Ökosystems:

Bäume erzeugen Sauerstoff, reinigen die Luft von Schadstoffen und verwerten Kohlenstoffdioxid, das in großen Mengen schädlich für die Umwelt ist. Somit sind Bäume essenziell für alle Lebewesen auf dem Planeten und helfen dabei, dem raschen Klimawandel entgegenzuwirken.

Bäume bieten einen Lebensraum für Tiere und Vögel. Dort finden viele Arten Nahrung, Nistplätze und Schutz. So sind Blätter und Früchte wie Beeren oder Nüsse eine Nahrungsquelle für Wildtiere und Menschen. Bienen, Hummeln und andere Insekten ernähren sich von den Pollen und dem Nektar blühender Bäume.

Bäume sind willkommene Schattenspender, unter denen Menschen und Tiere der Sonne entkommen können.

Sonnenlicht fällt durch das dichte, grüne Blätterdach eines Baumes
Baum neben Gartenzaun in einem gepflegten, kleinen Garten

Baum pflanzen: Vorbereitung

Bevor Sie einen Baum pflanzen, sollten Sie sich Gedanken zur gewünschten Baumart und dem zukünftigen Standort machen. Auch die richtige Pflanzzeit ist für das Wohlergehen und Anwachsen des Baumes entscheidend.

Den Baum zum Pflanzen auswählen

Generell bieten Baumschulen drei Varianten von Bäumen an:

  • Containerbaum: Das sind Bäume, die in Pflanzerde und größeren Pflanztöpfen, den sogenannten Containern, gezogen werden. Sie sind ganzjährig und auch in voller Blüte erhältlich. Achten Sie beim Kauf auf hochwertige Qualität und gesundes, fein verzweigtes Wurzelwerk des Baumes. Manche Bäume werden erst zum Verkauf in Container gepflanzt, anstatt darin zu wachsen und haben dadurch weniger ausgeprägte Wurzelballen.

  • Ballenware: Das sind Bäume, die im Feld kultiviert und mit Erdballen aus dem Boden gestochen werden. Das Wurzelwerk bleibt dabei relativ unbeschädigt und wird mit einem Ballentuch aus Jute oder Kunststoff umwickelt, das die Erde zusammenhält. Wenn das Tuch aus Jute und nicht aus Kunststoff ist, wird es zusammen mit dem Baum eingepflanzt. Anschließend zersetzt es sich in der Erde. Größere Gehölze, Immergrüne und Nadelbäume sind oft als Ballenware erhältlich. Sie sind zwischen Oktober und März im Verkauf.

  • Wurzelnackter Baum: Diese Bäume werden frisch vom Feld und mit nackten Wurzeln – also ohne Erde daran – geliefert. Wurzelnackte Bäume sind nur im Frühjahr oder Herbst erhältlich, wobei die im Frühjahr angebotenen Gehölze aus Kühlhäusern kommen. Sie sind somit nur unbelaubt erhältlich. Nadelgehölze und immergrüne Bäume gibt es in dieser Angebotsform nicht – sonst würden sie im Nu vertrocknen.

Gegen den Klimawandel können Sie generell jeden Baum pflanzen, da jeder Baum Sauerstoff produziert und Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtert. Am besten pflanzen Sie heimische Bäume, die sich in Ihrer Gegend wohl fühlen und keinen extrem hohen Ressourcenverbrauch haben.

Die Kosten einer Baumpflanzung sind individuell und setzen sich aus vielen Faktoren zusammen. Der Preis für den Baum, Kosten für die Arbeit und anschließende Baumpflege oder eventuelle Bodenverbesserung sind einige davon.

Baum pflanzen: Die beste Zeit

Generell können Sie im Frühling oder Herbst einen Baum pflanzen. Im Vergleich zum Sommer regnet es in diesen Jahreszeiten mehr, der Baum bekommt dann ausreichend Feuchtigkeit und kann besser anwachsen. Auch die Außentemperaturen sind weder zu heiß noch zu kalt. Der frühe Herbst, etwa zwischen Ende September und Anfang Oktober, ist zum Pflanzen von Bäumen am besten geeignet. Die sommergrünen Gehölze haben bereits ihre Blätter verloren und verdunsten kein Wasser. Dadurch haben sie genügend Kraft und Zeit, um vor dem nahenden Wintereinbruch einzuwurzeln.

Grüner Tipp

Torffreie Erde ist eine nachhaltige Option, um zu vermeiden, dass für den Torfabbau in das Ökosystem Moor eingegriffen wird. Kaufen Sie zudem bevorzugt Substrate mit ökologischen Inhaltsstoffen für Ihren Garten. Wählen Sie zwischen Universalerde für Blühpflanzen oder Kräutererde für Kräuter und auch für Stecklinge.

 

Ein Mann kniet im Garten neben einem Containerbaum zum Einpflanzen und betrachtet ihn

Geeigneter Standort, um einen Baum zu pflanzen

Damit der Baum sich an seinem neuen Wohnort wohlfühlt und gesund wächst, sind die richtigen Bodenverhältnisse wichtig. Bevor es an die Pflanzenwahl geht, überprüfen Sie deshalb den Boden in Ihrem Garten und suchen Sie ein Gewächs, das für seine Beschaffenheit geeignet ist. Denn anders als in kleineren Staudenbeeten lässt sich der Boden unter einem Baum nachträglich nur schwer verbessern und ein Baum sich nicht so leicht umpflanzen.

Bodenart Baumsorten
Bodenart Baumsorten
Trockener Boden
  • Spitzahorn
  • Feldahorn
  • Winterlinde
  • Hängebirke
  • Kirschbaum
  • Lärche
  • Stieleiche
  • Bergahorn
  • Sommerlinde
  • Nussbaum
Kalkiger Boden
  • Sommerflieder
  • Goldregen
  • Kornelkirsche
  • Hartriegel
  • Holunder
  • Weigelie
  • Ginkgo
  • Weißtanne
  • Robinie
Lehmboden
  • Winterlinde
  • Tulpenmagnolie
  • Zierapfel
  • Silberweide
  • Kirschpflaume
  • Stieleiche
  • Pappeln
  • Liguster
  • Goldregen
  • Hainbuche

Auch die spätere Baumgröße und der Kronendurchmesser sind Faktoren, die Sie bei der Standortauswahl mitbedenken sollten. Diese Informationen bekommen Sie in der Pflanzbeschreibung oder einem Gartencenter. So können Sie voraussehen, wie viel Schatten das Gewächs werfen wird und wie viel Abstand zum Haus, zu anderen Pflanzen oder der Grundstücksgrenze einzuhalten ist. Die beste Position für eine kleinere Baumsorte finden Sie mithilfe eines Asts oder einer Latte: Dafür nehmen Sie einen Ast, der etwa so lang ist wie die maximale Höhe des Baumes und stellen diesen senkrecht auf. So können Sie sich den Wuchs und die Höhe des Gewächses bildlich vorstellen.

Übrigens: Regelmäßiges Schneiden hält den Baum nicht klein, sondern nur in Form. In kleineren Gärten pflanzen Sie deshalb kleinere Baumsorten, wie die Kugelakazie, Säulenzierkirsche und Hochstämmchen. Außerdem muss der Boden vor dem Pflanzen von Unkraut befreit sein.

Baum pflanzen an der Grundstücksgrenze

Der Mindestabstand zur Grundstücksgrenze ist im Nachbarrechtsgesetz vorgeschrieben und unterscheidet sich je nach Bundesland. In der Regel gilt: Je ausladender und höher der Baum, desto größer der Abstand zum Nachbar. Bevor Sie also einen Baum pflanzen, informieren Sie sich ausführlich in Ihrer Kommune.

Falls Sie ein eigenes Grundstück besitzen, dürfen Sie dort unter Einhaltung der Grundstücksgrenzen und der örtlichen Vorschriften einen Baum pflanzen. Auf Straßen, Feldern, in Wäldern und anderen öffentlichen Flächen ist das Pflanzen von Bäumen hingegen nicht erlaubt.

Arbeitsmaterial zum Baumpflanzen liegt auf dem Rasen bereit, u. a. der STIHL Akku-Gehölzschneider GTA 26
  • Baum
  • Hornspäne
  • Grober Rindenmulch (kein frisches Rindenhäcksel)
  • Stützpfahl
  • Latten
  • Kokosseil oder lockeres Hanfseil
  • Pflanzerde
  • Folie (als Unterlage für den Aushub, wenn man den Baum im Rasen pflanzt)
  • Gehölzschneider (z. B. STIHL GTA 26)
  • Gummihammer
  • Handramme
  • Spaten oder Grabegabel bei schwerem Boden
  • Messer bei Containerbäumen
  • Gartenschlauch mit Brauseaufsatz
  • Schubkarre
  • Handschuhe

Die Arbeit mit starken Geräten macht Freude und lässt Sie über sich hinauswachsen. Gut, wenn Sie dabei auf eine wirkungsvolle und sichere Schutzkleidung setzen können. Tragen Sie beim Arbeiten mit den Geräten von STIHL immer Ihre persönliche Schutzausrüstung. Details erfahren Sie in der Bedienungsanleitung für Ihr Produkt. Machen Sie sich vor dem ersten Arbeitseinsatz gründlich mit Ihrem Gerät vertraut und stellen Sie vor jedem Einsatz sicher, dass Ihr Gerät in einwandfreiem Zustand ist. Ihr STIHL Fachhandel bereitet auf Wunsch jedes Gerät für den ersten Einsatz vor und berät Sie bezüglich der Schutzkleidung zu Modellen und Größen, die Sie in aller Ruhe anprobieren können. Denken Sie bitte daran, dass eine persönliche Schutzausrüstung kein Ersatz für eine sichere Arbeitstechnik ist.

Ein Mann mit STIHL Schutzbrille und Schutzhandschuhen schneidet mit dem STIHL Akku-Gehölzschneider GTA 26 eine Holzlatte zu

Containerbaum pflanzen: Anleitung

Selber einen Obstbaum pflanzen ist gar nicht so schwierig. Wenn Sie zum Beispiel einen Apfelbaum pflanzen, gilt es einige wichtige Schritte zu beachten, damit das Wurzelwerk oder die Veredelung nicht beschädigt wird. Handschuhe an, denn jetzt wird gepflanzt!

1. Baum vorbereiten

Als Erstes den Baum wässern. Das Gehölz dafür so lange in eine Wanne oder einen Eimer voller Wasser stellen, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Bei zu großen Containern, die nicht mehr getaucht werden können, wird der Ballen angegossen und der Baum nach dem Pflanzen mit reichlich Wasser eingeschlämmt.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen hält einen Containerbaum zum Einpflanzen in der Hand und lockert den Ballen zum Angießen

Pflanzloch abmessen und von Unkraut befreien. Die Pflanzgrube soll etwa doppelt so breit und etwas tiefer als der Wurzelballen sein. So hat der Baum ausreichend Platz, um starke Wurzeln zu bilden. Die Größe und Tiefe der Grube kann mit einer Holzlatte kontrolliert werden. Dafür die Latte vorher mit einem Gehölzschneider (z. B.  STIHL GTA 26) auf die benötigte Länge kürzen.

Pflanzen Sie den neuen Baum im Rasen, sollte dieser zunächst entfernt werden. Entfernen Sie dafür den Rasen in einem Radius von 30 bis 50 Zentimeter um den Stamm herum (abhängig von der Baumgröße zum Pflanzzeitpunkt). Um die angrenzende Rasenfläche vor dem Aushub zu schützen, legen Sie eine Folie oder Plane neben das Pflanzloch.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen entfernt mit dem Spaten den Rasen für ein Pflanzloch, um einen Baum zu pflanzen

Das Pflanzloch ausheben und die Erde auf der Folie ablegen. Ränder und Boden des Lochs mit einer Grabegabel oder einem Spaten etwas lockern. Die ausgegrabene Erde mit Pflanzerde oder Kompost vermischen. Das ist besonders wichtig bei zu sandigem oder zu lehmigem Boden. Achten Sie darauf, nicht zu viel Pflanzerde zu nehmen. Diese Mischung dient dem Baum lediglich als Anwachshilfe, bis er anfängt, im Gartenboden zu wurzeln.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen hebt mit dem Spaten ein Pflanzloch aus, um darin einen Baum zu pflanzen

Bei Containerbäumen die Wurzeln an der Ballenkante mit einem scharfen Messer etwa 0,5 Zentimeter tief einritzen. Das gibt dem Baum einen Anstoß, neue Wurzeln zu bilden und sich in der Erde auszubreiten. Sonst behalten die Wurzeln von Containerbäumen den korkenzieherähnlichen Wuchs aus dem Topf und sind auch nach Jahren nicht standsicher.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen ritzt die Wurzel eines Containerbaums an der Ballenkante ein

Den Baum in die Pflanzgrube stellen, mittig ausrichten und die korrekte Pflanztiefe mit der Dachlatte bestimmen. Dafür die Latte über das Pflanzloch legen, damit sie die künftige Bodenoberfläche darstellt. Der Wurzelballen sollte höchstens 1 Zentimeter darunter sein, die Veredlungsstelle – eine typische Verdickung unten am Baumstamm, die von Baumschulen gemacht wird ­– bei einem Obstbaum etwa 10 Zentimeter darüber. Bei Bedarf etwas Erde auffüllen oder entnehmen.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen richtet einen Baum mittig in der Pflanzgrube aus, über die er eine Dachlatte legt

Nun den Stützpfahl platzieren. Seine Position orientiert sich am Baumstamm: Diese ist direkt neben dem Wurzelballen in Hauptwindrichtung. Danach den Baum herausnehmen und den Pfahl an der markierten Stelle mit einer Handramme in die Erde schlagen. 

Die Einschlagtiefe richtet sich grob nach der Höhe des Kronenansatzes, der Pfahl endet 10 Zentimeter unterhalb der Hauptäste – dort wird der Baum angebunden. Zu lange Pfähle können bei Wind die Rinde der Äste beschädigen; zu kurze Pfähle bieten dem Baum nicht genügend Halt. Wenn Sie sich unsicher sind, kaufen Sie am besten die etwas längeren Pfähle und schlagen Sie sie tiefer in die Erde. Ist das nicht möglich, sägen Sie ein Stück davon mit einem Gehölzschneider ab.

Ein Mann platziert einen Stützpfahl in der Erde, um einen Baum zu pflanzen

Nun den Baum mittig neben dem Pfahl in der Grube platzieren und gerade ausrichten. Bei Obstbäumen auf die sogenannte Veredlungsstelle achten: Das ist eine typische Verdickung unten am Baumstamm, die von Baumschulen gemacht wird und über der Erde bleiben soll.

Container aus natürlichen Materialien können im Pflanzloch bleiben, wo sie sich mit der Zeit auflösen werden. Materialien und Gefäße aus Plastik sind zu entfernen.

Anschließend die restliche Pflanzerde in das Pflanzloch füllen. Den Baum dabei ab und zu rütteln, damit sich das Gemisch gut zwischen den Wurzeln verteilt. Bei zu trockenem Boden das Pflanzloch zu drei Vierteln mit Erde füllen und diese mit reichlich Wasser einschlämmen. Die Erde nun leicht antreten. 

Achtung: Ein zu fest getretener Boden lässt keine Luft durch und lässt die Baumwurzeln nicht mehr atmen.

Ein Mann mit STIHL Schutzhandschuhen befüllt beim Pflanzen eines Baumes mit einem Spaten das Pflanzloch mit Pflanzerde

Den eingepflanzten Baum sollten Sie zur Stabilität an der Stütze fixieren. Dafür ein Kokosseil in achtförmigen Schlaufen um den Baumstamm und den Pfahl (etwa 5 bis 10 Zentimeter unter dem Pfahlende) wickeln. Das Seil auf der Baumseite nicht zu fest und etwas höher als am Pfahl anbinden. Mit der Zeit wird der Baum im Boden absinken und verstellt das Seil automatisch waagerecht. Das Seil bleibt etwa 2 bis 3 Jahre am Baum und zerfällt mit der Zeit von selbst.

Ein Mann fixiert einen eingepflanzten Baum mit einem Seil an einem Stützpfahl

Nun einen Gießrand um das zugeschüttete Pflanzloch bilden und die Mulde mit reichlich Wasser füllen. Sobald die Flüssigkeit von der Erde aufgenommen wurde, den Bereich rund um den Baum mit einer Schicht Hornspäne und dann mit Rindenmulch bedecken. Das schützt den Boden rund um den Baum vor Verdunstung und hält ihn länger feucht. Mulchen Sie im Frühjahr darauf die Fläche erneut.

Besonders in den ersten 5 bis 6 Jahren nach dem Pflanzen sollte der Boden rund um den Baum, die sogenannte Baumscheibe, offen oder gemulcht sein. Die Baumscheibe sollte etwas größer als die Baumkrone sein, also einen Radius von etwa 50 bis 60 Zentimetern haben. Danach kann das Gras bis in Stammnähe wachsen.

Ein Mann wässert die Mulde um einen frisch gepflanzten Baum mit einem Gartenschlauch

Baum Pflanzen: Besonderheiten beim Pflanzen von ballierten und wurzelnackten Bäumen

  • Zum Pflanzen eines ballierten Baumes das Tuch aufknoten, weit umschlagen und nach Möglichkeit entfernen. Tücher aus natürlichen Materialien können im Loch bleiben, wo sie sich mit der Zeit auflösen werden. Am Baumstamm sollten in jedem Fall keine Schnüre oder Drähte bleiben. Materialien aus Plastik sind ebenfalls zu entfernen. Nach dem Pflanzen soll die Stammbasis noch leicht bzw. etwa einen Zentimeter aus der Erde ragen.

  • Wurzelnackte Bäume vor dem Baum Pflanzen für einige Stunden in einen Eimer oder eine Wanne mit Wasser stellen und die Wurzeln volllaufen lassen. Umgeknickte oder abgestorbene Wurzeln vor dem Pflanzen mit einer Gartenschere abschneiden. Denken Sie daran: Das Gewächs muss ins Loch passen, ohne dass seine Wurzeln verbiegen und sie nicht direkt an den festen Gartenboden stoßen.

Ein selbst gepflanzter Laubbaum mit Stützpfahl im Garten

Baum anbinden: Welche Stütze eignet sich für welchen Baum?

Die Art der Stütze richtet sich nach Wuchsform und Größe des Baumes.

Grafische Darstellung eines jungen Baumes mit einem Pfahl dicht am Stamm stehend

Einzelner senkrechter Pfahl in Hauptwindrichtung

Wofür? Für wurzelnackte, kleinere Hochstammgehölze und Bäume mit kleinen Topfballen (z. B. Obstbäume).

Wie? Erst den Pfahl in Hauptwindrichtung in die Erde schlagen, dann den Baum pflanzen. Dabei kann der Pfahl dicht am Stamm stehen.

Grafische Darstellung eines jungen Baumes mit einem Pfahl schräg am Stamm fixiert

Einzelner schräger Pfahl

Wofür? Für Bäume mit niedrigem Kronenansatz (Heister oder Stammbüsche), mehrtriebige Bäume und Nadelgehölze.

Wie? Den Pfahl gegen die Hauptwindrichtung und mit ausreichendem Abstand zum Wurzelballen platzieren. Die Stütze im 45° Winkel zum Boden leicht einschlagen, den Baum zum Schutz wegbiegen und den Pfahl noch fester setzen. Bei Bedarf den Pfahl kürzen, sodass er maximal eine Handbreit übersteht, und anbinden.

Grafische Darstellung eines jungen Baumes mit einem Dreibock

Dreibock (Drei Pfähle, die mit Querlatten verbunden sind)

Wofür? Große Bäume mit Hochstamm und Ballen, bei dem die Pfähle nicht dicht an den Stamm kommen, ohne den Ballen zu beschädigen.

Wie? Erst den Baum pflanzen, dann die Pfähle in einem Dreieck und mit ausreichend Abstand zum Stamm einsetzen. Die Stützen mit Querlatten verbinden und am Baum festbinden.

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