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Hohe Hecken schneiden

Unsere Anleitung zeigt, wie Sie in nur 5 Schritten hohe Hecken schneiden – mit praktischen Tipps zu Werkzeug und Technik.

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Übersicht: Hohe Hecken schneiden

  • Hohe Hecken mindestens ein bis zwei Mal im Jahr schneiden, damit sie dicht und gepflegt bleiben
  • Akku-Heckenschneider mit großer Reichweite und nach Bedarf eine Leiter verwenden
  • Schneideverbot zwischen dem 1. März und dem 30. September beachten
  • Erst die Seiten nach oben verjüngt schneiden, dann mit umgeklappter Heckenschere die Heckenkrone schneiden

Um hohe Hecken zu schneiden, eignet sich ein Akku-Heckenschneider wie der STIHL HLA 56, mit dem Sie vorsichtig erst die Seiten und dann die Krone schneiden.

Um sehr hohe Hecken sicher zu schneiden, kann es sinnvoll sein, ein Gerüst zu nutzen. Mithilfe eines fahrbaren Gerüsts erreichen Sie hohe Hecken an den richtigen Stellen und gelangen auch an die Krone sicher heran. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine große Leiter zu verwenden.

Es empfiehlt sich, hohe Hecken an den Seiten nicht gerade, sondern nach oben hin verjüngt zu schneiden. So kommt auch noch an die unteren Äste genügend Licht heran und die Hecke wird nicht braun. Damit die Krone gerade geschnitten wird, kann eine gespannte Schnur als Orientierungshilfe dienen.

Warum hohe Hecken schneiden? 

Mindestens ein bis zwei Mal pro Jahr sollten Sie Hecken schneiden, damit sie dicht und gepflegt bleiben – egal, ob Sie eine Thujahecke, Eibenhecke, Buchenhecke oder eine Ligusterhecke schneiden. Ohne Schnitt werden sie zu hoch, zu breit und wuchern auseinander. Dann bieten sie auch keinen ausreichenden Sichtschutz mehr.

Wann hohe Hecken schneiden?

Leichte Pflegeschnitte sind nur dann gestattet, wenn keine Vögel in der Hecke nisten. Der Naturschutzbund NABU empfiehlt darüber hinaus, solche Pflegeschnitte nicht in der Hauptbrutzeit zwischen März und Juni durchzuführen.

Ein Mann durchsucht eine dicht wachsende Hecke auf Vogelnester

Ein geeigneter Zeitpunkt für einen schonenden Korrektur- oder Schönheitsschnitt von hohen Hecken ist Ende Juni rund um den Johannistag. Heckenpflanzen radikal zu schneiden oder auf den Stock zu setzen, ist während dieser Zeit allerdings verboten.

Um Vögel und andere Tiere weder beim Nestbau noch während der Brutzeit zu stören, gilt in Östereich ein Schneideverbot vom 1. März bis einschließlich 30. September.

Frau mit Schutzbrille und Handschuhen schneidet mit einem STIHL Heckenschneider eine Hecke

Wann darf man Hecken schneiden?

Die Landesnaturschutzgesetze regeln genau, wann man Hecken schneiden darf und wann starke Rückschnitte verboten sind. In diesem Ratgeber erfahren Sie, von wann bis wann Sie Hecken schneiden dürfen und welche Bußgelder bei Verstößen drohen.

Vorsicht vor giftigen Hecken

Einige Sträucher und Hecken sind giftig. Da besonders die Samen in den leuchtend roten Eibenbeeren giftig sind, eignet sich die Eibe nicht für Haushalte, zu denen Kinder oder Haustiere gehören.

Die geschnittenen Triebe von Thuja, Lorbeerkirsche und Zypresse sollten Sie nur mit Handschuhen anfassen. 

Auch bei Liguster und Buchsbaum ist eine gewisse Vorsicht geboten. Achten Sie deshalb bei der Gestaltung und Pflege Ihrer Hecke auf das Tragen der passenden Schutzkleidung. 

Hohe Hecken schneiden: Vorbereitung 

Eine gründliche Vorbereitung ermöglicht einen sicheren und sauberen Heckenschnitt – nehmen Sie sich also genügend Zeit dafür. Überprüfen Sie außerdem vor jedem Heckenschnitt, ob Vögel in der Hecke Nester haben.

Material

Um hohe Hecken zu schneiden, sollten Sie sich zunächst das passende Material und Werkzeug bereitlegen. Wenn Sie hohe Hecken schneiden, erreichen Sie mit einem STIHL Heckenschneider wie dem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 selbst hohe, lange oder überbreite Hecken. Der optimale Winkel lässt sich komfortabel am Messerbalken einstellen, der bis zu 145 Grad drehbar ist.

Ein Mann vor einer Hecke legt einen Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 auf dem Rasen ab
Vor der Arbeit wird das nötige Werkzeug bereitgelegt.

Werkzeug und Zubehör

  • Akku-Heckenschneider, zum Beispiel STIHL HLA 56
  • Elektro-Häcksler, zum Beispiel STIHL GHE 250
  • Laubrechen
  • Klappleiter/Gerüst nach Bedarf

Die Arbeit mit starken Geräten macht Freude und lässt Sie über sich hinauswachsen. Gut, wenn Sie dabei auf eine wirkungsvolle und sichere Schutzkleidung setzen können. Tragen Sie beim Arbeiten mit den Geräten von STIHL immer Ihre persönliche Schutzausrüstung. Details erfahren Sie in der Bedienungsanleitung für Ihr Produkt. Machen Sie sich vor dem ersten Arbeitseinsatz gründlich mit Ihrem Gerät vertraut und stellen Sie vor jedem Einsatz sicher, dass Ihr Gerät in einwandfreiem Zustand ist. Ihr STIHL Fachhandel bereitet auf Wunsch jedes Gerät für den ersten Einsatz vor und berät Sie bezüglich der Schutzkleidung zu Modellen und Größen, die Sie in aller Ruhe anprobieren können. Denken Sie bitte daran, dass eine persönliche Schutzausrüstung kein Ersatz für eine sichere Arbeitstechnik ist.

Anleitung: Wie Sie hohe Hecken schneiden 

Um hohe, dicke oder breite Hecken zu schneiden, kommt es auf die richtige Technik an – wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.

1. Heckenschneider einstellen

Stellen Sie zunächst die Klinge Ihres Heckenschneiders im richtigen Winkel ein. Nun können Sie den Heckenschneider anschalten, um hohe Hecken zu schneiden.

Ein Mann in Schutzausrüstung schneidet eine hohe Hecke mit einem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56
Die Klinge des HLA 56 muss im richtigen Winkel eingestellt sein.

Positionieren Sie sich seitlich an der Hecke und schneiden Sie von unten nach oben in langsamen, kontrollierten Bewegungen die erste Höhenstufe. Achten Sie darauf, dass Ihre Schnittbewegungen möglichst gleichmäßig verlaufen, um die Hecke gerade zu schneiden.

Ein Mann in Schutzausrüstung schneidet mit einem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 von unten nach oben eine Hecke
Gleichmäßige Bewegungen mit dem HLA 56 sind ideal für den Heckenschnitt.

STIHL Tipp

Wenn Sie hohe Hecken schneiden, sollten sich diese nach oben hin leicht verjüngen. Bei einem senkrechten Schnitt kommt an die unteren Äste weniger Licht und sie können braun werden. Daher sollten hohe Hecken immer einen trapezförmigen Querschnitt haben. 

Gehen Sie langsam rückwärts und schneiden Sie dabei weiter von unten nach oben die Hecke. Treten Sie zwischendurch immer mal einige Schritte zurück, um mit etwas Abstand das Ergebnis zu betrachten.

Ein Mann läuft mit dem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 langsam an einer Hecke entlang
Das Zwischenergebnis wird wiederholt betrachtet.

Fahren Sie den Teleskoparm Ihres Heckenschneiders aus und machen Sie bei der nächsten Höhenstufe weiter, um auch die höher gelegenen Bereiche von hohen Hecken zu schneiden.

Ein Mann verwendet einen Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 mit ausgefahrenem Teleskoparm, um eine hohe Hecke zu schneiden
Dank Teleskoparm erreicht der HLA 56 höher gelegene Bereiche.

Sind die Seiten geschnitten, so klappen Sie den Heckenschneider rechtwinklig und schneiden Sie die Heckenkrone. Führen Sie dafür den Heckenschneider vorsichtig über die Heckenkrone. Wenn Sie besonders hohe Hecken schneiden, können Sie dafür auch auf ein Gerüst oder auf eine gut gesicherte Leiter steigen.

Vogelperspektive zeigt, wie ein Mann in Schutzausrüstung mit dem Akku-Heckenschneider STIHL HLA 56 eine Heckenkrone schneidet
Für die Krone wird der HLA 56 rechtwinklig umgeklappt.

Wie Sie Schnittgut richtig entsorgen 

Wenn Sie hohe Hecken schneiden, sollten Sie nach getaner Arbeit das Schnittgut fachgerecht entsorgen. Fegen Sie dazu sämtliche Schnittreste mit dem Laubrechen zu kleinen Haufen entlang der Hecke zusammen.

Ein Mann mit Gehörschutz häckselt den Heckenschnitt

Gehäckseltes Schnittgut wird entsorgt oder weiterverwendet.

Holen Sie den Häcksler, um das Schnittgut vor Ort richtig zu häckseln. Einen Teil des gehäckselten Schnittguts können Sie nun mit dem Laubrechen zum richtigen Mulchen unter der Hecke verteilen. Um Ihre Gartenabfälle richtig zu entsorgen, können Sie das Schnittgut auch ohne Häckseln zur Deponie bringen oder gehäckselt kompostieren.

Vergessen Sie nicht, Ihre Hecke zu düngen und Heckenkrankheiten zu erkennen und zu behandeln – so steht einer dichten, gepflegten hohen Hecke nichts mehr im Weg.

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